
Das MECSPE-Observatorium unterstreicht die Schlüsselrolle der Cybersecurity für Digitalisierung, KI und Resilienz der Industrie: Zwei von fünf Unternehmen haben entsprechende Technologien bereits eingeführt oder planen dies kurzfristig
Mailand, 9. Januar 2026 – In einem industriellen Umfeld, das zunehmend von digitalen Prozessen, vernetzten Fabriken und einer intensiven Datennutzung geprägt ist, nimmt die Cybersecurity eine immer zentralere Rolle in den Entwicklungsstrategien der italienischen Fertigungsindustrie ein. In der Tat steht IT-Sicherheit heute an erster Stelle der Innovationen und Technologien, die den Sektor maßgeblich verändern. Außerdem geben zwei von fünf Unternehmen an, bereits Cybersecurity-Lösungen eingeführt zu haben oder deren Implementierung innerhalb der nächsten zwei Jahre zu planen – ein klares Zeichen für das wachsende Bewusstsein hinsichtlich der strategischen Bedeutung des Schutzes industrieller Systeme und Daten. Cybersecurity ist längst nicht mehr nur eine unterstützende IT-Technologie, sondern eine grundlegende Voraussetzung für die digitale Transformation, für den breiten Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie für die Fähigkeit von Unternehmen, sicher und kontinuierlich in zunehmend digitalisierten Produktions. und Wertschöpfungsketten zu agieren.
Dies geht aus den Daten des MECSPE-Observatoriums1 hervor, das von Nomisma durchgeführt wird und als Referenz für die Analyse der Dynamiken der italienischen Fertigungsindustrie gilt. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen die Cybersecurity zunehmend in ihre Innovationsstrategien integrieren – parallel zu Investitionen in Automatisierung, Prozessdigitalisierung und fortschrittliches Datenmanagement.
Laut dem Observatorium zählt Cybersecurity heute zu den prioritären Technologien der Fertigungsunternehmen, gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz und Energieeffizienz. Dieser Trend ist Teil einer umfassenderen Entwicklung hin zur digitalen Fabrik. Unternehmen investieren weiterhin vor allem in Automatisierung und Robotik (47 %) sowie in die Digitalisierung und Vernetzung von Prozessen (41 %) – zentrale Hebel zur Steigerung von Effizienz und Produktivität. Cybersecurity entwickelt sich dabei parallel zu diesen Treibern und wird zu einem strukturellen Bestandteil neuer Produktionsmodelle. Es ist kein Zufall, dass in besonders technologieintensiven Branchen wie der Elektronik die IT-Sicherheit bereits heute zu den wichtigsten strategischen Trends, neben Digitalisierung und Automatisierung gehört.
1 MECSPE-Observatorium zur verarbeitenden Industrie, bezogen auf das zweite Quartal 2025, durchgeführt von Nomisma auf Basis einer Stichprobe von 350 italienischen Fertigungsunternehmen. Die Erhebung erfolgte mittels der CAWI-Methode (Computer Assisted Web Interviewing) in den Monaten Oktober und November 2025.
Die Analyse der technologischen Innovationen nach Branchen bestätigt diese Entwicklung: Cybersecurity gehört in zahlreichen Bereichen des verarbeitenden Gewerbes zu den drei wichtigsten Prioritäten – darunter Automatisierung und Robotik, Mechatronik, Eisenmetalle, Additive Fertigung, Elektronik sowie Kunststoffverarbeitung. Dies unterstreicht, dass der Schutz digitaler Systeme eine branchenübergreifende Anforderung ist, die den Wandel des gesamten industriellen Systems begleitet.
Neben den technologischen Investitionen rückt auch das Thema Kompetenzen in den Fokus. Die industrielle Cybersecurity wird von fast 30 % der Unternehmen als eine der wichtigsten digitalen Kompetenzen genannt, die in den kommenden zwei Jahren weiterentwickelt werden sollen – neben Robotik, Künstlicher Intelligenz und Big-Data-Analyse. Dies verdeutlicht, dass Cybersecurity nicht allein durch neue Technologien gewährleistet werden kann, sondern auch den gezielten Ausbau interner Kompetenzen und strukturierte Weiterbildungsmaßnahmen erfordert. In Cybersecurity zu investieren bedeutet somit auch, in die Fähigkeit der Mitarbeitenden zu investieren, die Komplexität der digitalen Transformation zu beherrschen.
Die wachsende Bedeutung der Cybersecurity ist schließlich eng mit dem Thema der industriellen Resilienz verknüpft. In einem Umfeld, das von geopolitischen Unsicherheiten, Spannungen in den Lieferketten und zunehmenden Cyberrisiken geprägt ist, wird der Schutz von Informationssystemen und produktionsrelevanten Daten zu einem strategischen Hebel, um Betriebskontinuität, Zuverlässigkeit der Supply Chains und den Schutz des industriellen Know-hows sicherzustellen.
„Die Daten des MECSPE-Observatoriums zeigen deutlich, dass Cybersecurity längst nicht mehr nur ein technologisches Thema ist, sondern ein echter strategischer Hebel für die Entwicklung der Fertigungsindustrie“, erklärt Maruska Sabato, Project Managerin von MECSPE. „Je stärker Unternehmen in Digitalisierung, Automatisierung und Datennutzung investieren, desto wichtiger wird es, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Systemkontinuität zu gewährleisten. MECSPE bietet einen konkreten Rahmen für den Austausch zu diesen Themen indem sie Unternehmen, Technologien und Kompetenzen vernetzt, um die Fertigungsindustrie auf dem Weg zu einer wirklich nachhaltigen und resilienten Innovation zu begleiten.“
Auch Angelo Giuliana, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Meditech, betont: „Künstliche Intelligenz ist heute ein außerordentlicher Wachstumstreiber für die Fertigungsindustrie. Ihr volles Potenzial kann jedoch nur dann ausgeschöpft werden, wenn sie von einem neuen, deutlich strategischeren Ansatz in der Cybersecurity begleitet wird. Ohne Sicherheit skaliert Innovation nicht: Unternehmen zögern, Daten zu teilen, KI in Kernprozesse zu integrieren und sich digitalen Wertschöpfungsketten zu öffnen. Cybersecurity ist keine rein technologische Fragestellung mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für Digitalisierung, operative Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit. Gerade für KMU besteht die Herausforderung darin, den rein defensiven Ansatz zu überwinden und Datenschutz sowie Künstliche Intelligenz in eine einheitliche strategische Vision zu integrieren, die die langfristige Weiterentwicklung von Produktions- und Organisationsmodellen unterstützt.“
Das vom MECSPE-Observatorium gezeichnete Bild bietet eine konkrete Lesart der aktuellen Transformationsprozesse in der italienischen Fertigungsindustrie. Diese Themen stehen im Mittelpunkt der 24. Ausgabe der MECSPE Bologna, die vom 4. bis 6. März 2026 auf dem Messegelände BolognaFiere stattfindet. Als nationale und internationale Referenzmesse für industrielle Innovation bringt MECSPE Unternehmen, Institutionen und Forschungszentren zusammen, um sich mit Cybersecurity, Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit und Kompetenzentwicklung auseinanderzusetzen – zentrale strategische Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.
Weitere Informationen und Updates: mecspe.com/de/
Die Fachbereiche der MECSPE
Maschinen und Werkzeuge – Werkzeugmaschinen, Ausrüstungen, Werkzeuge und Konstruktionssoftware; Blechbearbeitungsmaschinen – Biegen, Stanzen, Schneiden, Montage, Schweißen, Werkstoffe und Software; Digitale Fabrik – Industrie-IT, IoT, industrielle Sensorik, Cloud Manufacturing, Auto-ID-Technologien, Anwendungen, Geräte, Mess- und Steuerungstechnik sowie intelligente Komponenten zur Auswertung und Vernetzung von Prozessen; Logistik – Verpackung, Handling, Lean Manufacturing, Lagerverwaltungssoftware, Supply-Chain-Management, Sicherheitssysteme, PSA, Outsourcing/Fremdfertigung; Mechanische Zulieferindustrie – Präzisionsbearbeitung, Metallbau, Maschinenbau, Mechanische Konstruktion, Verbindungselemente, Gießereien, Minuterie, Drahtbearbeitung, industrielle Lohnfertigung, Mikrobearbeitung; Elettronica Italia – EMS, CEM, Verkabelung, Leiterplattenhersteller (PCB), Engineering-und Planungsbüros; Eurostampi/Gussformen
– Kunststoffe, Gummi und Verbundstoffe – Verarbeitung, Maschinen und Anlagen, Werkzeuge, innovative Materialien, Spritzguss, Extrusion, Formenbau; Additive Manufacturing – 3D-Druck, Rapid Prototyping, Rapid Manufacturing, Systeme und Dienstleistungen für Reverse Engineering, Additive Fertigungstechnologien, Materialien, Dienstleistungen, Hardware: 3D-Drucker und 3D-Scanner, Zubehör, Simulations-und Konstruktionssoftware; Oberflächenbehandlung und Finishing – Anlagen für die Oberflächenbehandlung, Öfen, Galvanik, chemische und elektronische Verfahren, Waschen, Metallisierung, Emaillierung, Verzinkung, Produkte und Zubehör für Behandlungen, Wärmebehandlung, Lackierung; Nichteisenmetalle und Legierungen – Verarbeitung von Nichteisenmaterialen (Aluminium, Titan, Magnesium, Leichtmetalle), Druckguss, Gießereien, industrielle Auftragsfertigung, Technologien, Design, Engineering; Automation und Robotik – Automatisierung und Robotik, Montage, Zusammenbau und Handling; Kontrolle und Qualität – Zertifizierung und Qualitätskontrolle, Messtechnik, Messgeräte, Labortests, Kalibrierung, Analysegeräte, industrielle Bildverarbeitung (Vision-Systeme); Power Drive – mechanische Antriebselemente und Antriebstechnik, Hydraulik, Pneumatik, Mechatronik, Motion Control, Wartung, Druckluft.
Weitere Informationen unter: www.mecspe.com
Für weitere Informationen:
Pressestelle
MY PR – www.mypr.it
Arianna Bonfioli – 335 6111390 – arianna.bonfioli@mypr.it
Gloria Risi – 340 2513708- gloria.risi@mypr.it